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 Geschichte der römischen Republik

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Yanick
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BeitragThema: Geschichte der römischen Republik   Do 28 Jul 2016 - 12:58

Der römische Geschichtsschreiber Titus Livius berichtet um Christi Geburt, im Jahr 509 v. Chr. sei der letzte römische König Lucius Tarquinius Superbus vertrieben worden und Lucius Tarquinius Collatinus und Lucius Iunius Brutus seien zu den ersten Konsuln gewählt worden.
Wahrscheinlich wurde die Republik aber frühestens um 475 v. Chr. gegründet und erlangte erst im Verlauf der folgenden zweihundert Jahre ihre „klassische“ Form. Die Königsherrschaft jedenfalls wurde von vielen Römern rückblickend als Tyrannei empfunden und dementsprechend abgelehnt.
Rom hatte vermutlich schon vor dem 6. Jahrhundert v. Chr. eine bedeutende Rolle in der Landschaft Latium gespielt (wie bedeutend diese war, ist ebenfalls umstritten).

Ab dem 5. Jhd. v. Chr. begann Rom einen wesentlichen Einfluss auf seine Umgebung zu entwickeln, sodass man nach der Etablierung der Republik mit einer Expansionspolitik begann, die sich anfangs wohl meist aus der militärischen Abwehr einer vermeintlichen Bedrohung von außen ergab In den Latinerkriegen begannen sie ihr Einflussgebiet auch ausserhalb der Stadtgrenzen zu erweitern.

Der entscheidende Wendepunkt von der Verteidigung zur Expansion war laut späterer Tradition die Plünderung der Stadt am dies ater (lat. schwarzer Tag) 387 v. Chr. (siehe auch Schlacht an der Allia), was als schwarzer Tag zu einer Mahnung verklärt wurde.
Der Angriff der Gallier auf die Rom erfolgte der Überlieferung nach, als deren Bewohner noch schliefen. Die Gänse der Stadt hätten dann aber Alarm geschlagen, sodass Marcus Manlius Capitolinus als Interrex die nötigen Verteidigungsmaßnahmen einleiten konnte. Seither genossen die Gänse bei den Römern besondere Verehrung (Heilige Gänse der Juno). Die Römer konnten allerdings nicht verhindern, dass die Gallier die Stadt, abgesehen vom Kapitol-Hügel, der sieben Monate lang belagert wurde, gründlich plünderten und brandschatzten; daher gibt es auch praktisch keine Aufzeichnungen aus dem Rom der Zeit vor der gallischen Invasion. Der späteren Überlieferung zufolge soll dann Marcus Furius Camillus mit einem Heer herangerückt und die Gallier wieder vertrieben haben. Wahrscheinlicher ist, dass die Eroberer, die das südliche Klima im heißen Sommer nicht gewohnt waren, durch Krankheiten (etwa die Malaria) geschwächt wurden. Auch berichtet die Legende von hohen Tributzahlungen: Als sich die Römer über die aufzubringenden Summen beschwert und sich darüber beklagt hätten, dass die Gallier sie beim Abwiegen des abzuliefernden Goldes betrügen würden, habe Brennus zusätzlich sein Schwert in die Waagschale geworfen mit den Worten: „Vae victis!“ („Wehe den Besiegten!“)

Es dauerte lange, bis sich Rom von der Katastrophe erholte. Hatten die Römer unmittelbar vor dem Einfall mit der Unterwerfung Vejis ihre Expansionspolitik eingeleitet, musste diese fürs Erste unterbrochen und an den Wiederaufbau gedacht werden. Vor allem musste die Stadt besser befestigt werden. Daher wurde in den nächsten Jahren die Servianische Mauer errichtet. Auch das Militär wurde reorganisiert. Statt des griechischen Phalanx-Speeres wurden die Römer mit dem Kurzschwert (Gladius) bewaffnet. Die Legionen wurden umstrukturiert und die Truppenteile der Triarii, Principes und Hastati eingeführt. Im Übrigen blieb die „Gallierkatastrophe“ als ein Trauma im kollektiven Gedächtnis der Römer haften und spielte noch eine Rolle, als sie später unter Julius Caesar Gallien erobern konnten. Die Stadt Rom selbst blieb dagegen, bis zum Einfall der Westgoten 410, acht Jahrhunderte von weiteren Einfällen verschont.

Spätestens ab jetzt war das Ziel nicht mehr nur die Abwehr, sondern auch der endgültige Sieg über die Angreifer und deren Unterwerfung. Verhandlungsfrieden betrachteten die Römer hingegen stets nur als vorübergehend.
Die Samniten konnten in (auch wieder als Abwehrkämpfen verstandenen) harten und langwierigen Kämpfen zwischen 343 und 290 v. Chr. bezwungen und ihr Territorium in den so genannten Samnitenkriegen in das römische Machtgebiet eingegliedert werden.
Die Etrusker hingegen, die zuvor vor allem das Gebiet nördlich Roms beherrschten und deren Macht im Niedergang begriffen war, wurden in kaum verhohlenen Angriffskriegen der römischen Macht unterworfen.

In der Zeit nach 340 v. Chr. gelang es den Römern, die meisten Städte in der Region Latium mit dem zweiten Latinerkrieg unter römische Kontrolle zu bringen. Etwa ab 280 v. Chr. unterwarfen die Römer auch Süditalien, wo sich bereits Jahrhunderte zuvor Griechen niedergelassen hatten (siehe Tarentinischer Krieg). Zur Sicherung ihrer Herrschaft legten die Römer mehrere Kolonien an. Des Weiteren etablierte Rom ein Bündnissystem mit mehreren Städten und Stämmen, so auch mit den Samniten, die in harten Kämpfen unterworfen worden waren.
So gab es
   

  • römische Vollbürger (aus der Stadt Rom, den Kolonien oder eingegliederten Stämmen),
       
  • Gemeinden mit römischem Bürgerrecht, aber ohne Stimmrecht, und
       
  • Bundesgenossen, die ihre innere Autonomie bewahren konnten.

Dieses Bündnissystem wurde zum Eckpfeiler dessen, was man heute das Römische Reich nennt.

Ab 264 v. Chr. wurde der punische Krieg (lat. bellum punicum) zwischen Karthago und Rom ausgetragen.
Das gespielte Jahr ist aus der Zeitrechnung zu entnehmen.
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Flavius Phillipus



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BeitragThema: Re: Geschichte der römischen Republik   Mo 22 Aug 2016 - 20:06

Die Gallier haben als sie Rom gestürmt haben, die Stadt ohne Widerstand eingenommen, die Bevölkerung hatte sich bereist am Vortag evakuiert und nur einpaar wenige sind geblieben um den Capitolhügel zuverteidigen.
Das ist es dann auch passiert als der Capitolhügel belagert wurde, dass die Römer in der Nacht vor einem Überraschungsangriff der Gallier in der Nacht durch die Gänse beim Jupitertempel gewarnt wurden. Die Stadt war da aber bereits seit einpaar Wochen in den Händen der Gallier.
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